Damit beim Neukauf der Festplatte nichts schief geht, ist es wichtig den richtigen Festplatten-Anschluss zu wählen, denn nicht jedes Computersystem verwendet auch die gleichen Anschlüsse. Auch die Entscheidung für eine interne oder eine externe Festplatte spielen dabei eine Rolle. Generell unterscheidet man zwischen drei Anschlussarten die es bei Festplatten gibt: USB, SATA und IDE.
IDE-Anschlüss
IDE steht für Integrated Device Electronics und ist eine Datenübertragungsverbindung zwischen internen Geräten eines Computersystems. Neben älteren Festplatten, nutzen auch heute noch einige CD/DVD-Laufwerke und Disketten-Laufwerke diese Verbindungsart. Bereits 1986 wurde diese Verbindung zur Datenübertragung als Standard bei den Festplatten etabliert und alle Festplattenhersteller verwendeten sie. Ältere Mainbords haben noch IDE Anschlüsse, die das Nutzen von IDE Festplatten ermöglichen; die neusten Modelle besitzen jedoch keinen IDE Steuereinheiten mehr. Ein großer Nachteil war vor allem das breite und unhandliche Datenkabel. Zwar gibt es heute gebündelte IDE-Kabel, doch gegen ein dünnes SATA-Kabel ist es immer noch recht sperrig und platzraubend.
SATA – der neue Standard
Die IDE Steuereinheiten wurden bei den Festplatten fast vollständig durch eine neuen Anschlussart abgelöst, den SATA-Steuereinheiten. Der Serial Advanced Technology Attachment, ist eine Verbindungsart, die speziell für die Datenübertragung zwischen der Festplatte und dem Prozessor entwickelt wurde. Ein SATA-Kabel erkennt man recht einfach an der roten Farbe mit einer schwarzen Steckverbindung. Mittlerweile nutzen auch Blu Ray-Player und moderne DVD Laufwerke diesen Anschluss, weil speziell Blu Rays sehr hohe Datenvolumen mit sich bringen.
Aktuell ist bereits die 3. Generation der SATA Anschlussart verfügbar, der SATA6. Der Datendurchsatz bei 6 Gibt/s erreicht eine Datenübertragungsgeschwindigkeit von ungefähr 600 Mbyte/s in beide Richtungen. Der direkte Vorgänger SATA II, offiziell nur als SATA3 Gbit/s bezeichnet, erreicht eine Geschwindigkeit von ca. 300 Mbyte/s und ist auch 2011 der Standard in den meisten Computern. Die erste Reihe, SATA1.5, brachte es lediglich auf eine maximale Übertragungsgeschwindigkeit von 150 Mbyte/s.
eSATA – die Übertragung für externe Festplatten
Seit externe Festplatten immer beliebter werden, findet sich der Übertragungsstandard SATA auch bei diesen Geräten wieder und trägt die Bezeichnung eSATA, wobei das e für extern steht. Der Zweck von eSATA ist die Gewährleistung der gleichen Datenübertragungsgeschwindigkeit, wie es bei einer internen Festplatte der Fall wäre. Standard ist momentan SATA3. Neuere Festplattengehäuse unterstützen bereits den SATA6. Somit können auch externe Festplatten ohne Einschränkungen genutzt werden und als Backup dienen.
USB
USB ist eine Anschlussverbindung für sämtliche externe Geräte und ist somit nur bei externen Festplatten von Bedeutung. USB3 stellt eine Alternative zu eSATA6 dar.
