SSD im RAID einsetzen

Obwohl SSDs auch einzeln eine Leistung bieten, die ein kleines Raid aus HDDs alt aussehen lĂ€sst, wĂŒnscht sich der Eine oder Andere doch mehr KapazitĂ€t oder noch mehr Leistung: SSDs im Raid sind die Lösung.

Voraussetzungen fĂŒr ein Festplatten RAID

Um eine extreme Performance zu bekommen, muss alles im System passen, dazu gehört ein frisches Windows, Solaris, Linux oder ein anderes Betriebssystem mit UnterstĂŒtzung fĂŒr PCI-express RAID-Controller und aktuelle SSD-Features. Mit dem Betriebssystem allein ist es noch nicht getan, ein SSD-Raid verlangt nach reichlich Bandbreite: Mainboards mit vielen PCI-express-Lanes (nicht nur Slots) sind hier wichtig, dazu noch schnelle CPUs und reichlich flotter Arbeitsspeicher.

RAID-Controller

Sind diese Voraussetzungen erfĂŒllt, gilt es an die Auswahl eines Raidcontrollers zu gehen, oder auch nicht, denn wer nur mehr Datensicherheit will, kommt vermutlich auch mit einer Spiegelung auf eine zweite SSD und dem Onboardcontroller aus. Wer aber aus LeistungsgrĂŒnden ein Raid will, wird von Onboardlösungen hĂ€ufig ausgebremst, hier empfiehlt sich ein vollwertiger PCI-express RAID-Controller [Bei Amazon suchen].

Welchen Vorteil hat ein RAID System?

SSDs bieten den Vorteil, eng stapelbar zu sein: mit einem Stromverbrauch von oft weniger als der HĂ€lfte dessen, was eine HDD benötigt, lassen sich auch in kleinen GehĂ€usen RAIDs unterbringen und gut kĂŒhlen. PCIe 2.0 bietet eine hohe Datentransferrate, in einem geeigneten x8 Steckplatz kann so ein einziger Raidcontroller einen beachtlichen SSD-Stapel verwalten.

RAID-Typen

Wie bei HDDs, stellt sich auch bei SSDs die Frage nach dem Raid-Level: Raid0 bietet enorme Geschwindigkeit, aber schon der Ausfall einer SSD reißt die Daten der anderen mit in den digitalen Gau, trotz etwas weniger Leistung empfiehlt sich hier also ein ausfallresistentes System wie Raid5.

Wie viel Leistungszuwachs bringt ein Raid also bei SSDs? Die Skalierung ist hervorragend, sowohl Lese- und Schreibrate als auch die I/O-Werte verbessern sich mit jeder weiteren angeschlossenen SSD erheblich, bis zum Limit des Controllers. Schon mit 5 SATA-SSDs sind im Praxiseinsatz Werte ĂŒber 1GB/s bei Read und Write erreichbar; Das sieht verglichen mit den theoretischen Angaben einer einzelnen SSD nach wenig aus, ist aber eine beinahe lineare Skalierung. Wer also zu der Überzeugung gelangt ist, derart viel Leistung zu benötigen, findet in einem SSD-System mit RAID die Lösung.

Interessant sind auch die ohne extra RAID-Controller auskommenden PCI-express SSDs, die sich effizient zu einem Software-Raid verschalten lassen, die Consumer-PCIe-SSDs sind allerdings noch recht frisch und teils wenig zuverlÀssig.

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